Am 9. November 2004 hat sich die chinesisch-amerikanische Schriftstellerin Iris Chang, an einer Depression erkrankt, im eigenen Hause das Leben genommen; sie war sechsunddreißig Jahre alt. In der Welt war ihr Ruf gegründet auf Die Vergewaltigung von Nanjing — der vergessene Holocaust des Zweiten Weltkriegs, jenem 1997 erschienenen Bestseller, der das grausame Geschehen des Massakers von Nanking ins Licht hob und zu einem viel beachteten geschichtlichen Dokument wurde. Nach Jahren der Vorbereitung und der unermüdlichen Arbeit vieler Menschen in der Gemeinde wurde ein Park, der ihren Namen trägt, am 9. November 2019 im Norden San Joses offiziell eröffnet — zur Erinnerung an ihren außerordentlichen Beitrag und an ihr geistiges Erbe.
Am Vorabend der Eröffnung wurden die Eltern Iris Changs und das Mitglied der kalifornischen Versammlung Kansen Chu — der treibende Kraft des Vorhabens — in das bekannte chinesischsprachige Fernsehprogramm der Bay Area, Jiayu Jeng Has Something to Say, geladen, um gemeinsam jener mutigen Frau zu gedenken, die die Feder als Waffe ergriffen und für die Wahrheit der Geschichte eingestanden ist. In der Sendung haben die Gäste die Lebensspuren Iris Changs in tiefer Empfindung wieder hervorgerufen und betont, welch große Leistung sie für das Fortschreiten der historischen Erinnerung und für das Wachsen der Verständigung zwischen den Völkern erbracht hat.
„Der Iris-Chang-Park” ist mehr als ein Gedenkpark: er ist ein kulturelles Wahrzeichen, ein Zeichen des dauernden Suchens nach Wahrheit, nach Gerechtigkeit, nach dem Geist der Humanität. Die Eröffnung des Parks ist eine hohe Verneigung vor dem Geist, der der Geschichte eine Stimme gegeben hat und vor keiner Macht gewichen ist; sie ist zugleich die ernste Bewahrung des Erbes, das sie hinterlassen hat.