Die Iris-Chang-Gedenkhalle ist die erste Stätte, die Leben und Werk Iris Changs – der chinesisch-amerikanischen Schriftstellerin, Tochter Huai’ans, Historikerin und Verfechterin der Menschenrechte – in ihrer ganzen Spannweite zur Ansicht bringt. Sie steht im Stadtteil Huaiyin von Huai’an, am nördlichen Ufer des alten Huai-Flusses, auf einem Gelände von 36 000 Quadratmetern, mit einer Ausstellungsfläche von rund 1 000 Quadratmetern.

Den Rücken kehrt die Halle dem Lande Huaiyin zu, ihr Antlitz aber ist nach Osten gewandt. Die Architektur ist von feierlicher Würde, ohne Prunk; das Innere schlicht, ja schweigsam. Vier Sätze umschreiben den Geist, der in dieser Halle wohnt: Vergiß die Schande des Vaterlandes nicht. Halte den Frieden in Ehren. Gedenke der Aufrechten. Lehre die Nachfahren. Die Anordnung der Räume folgt jenem inneren Faden, den man »das Gedenken, das wir nicht ablegen dürfen« genannt hat. Sechs Säle nehmen den Besucher auf:
- Das Land der Eltern jenseits des Ozeans — das geschichtliche Band zwischen der Familie Chang und Huaiyin.
- Ein Kindesherz in der Fremde — Iris Changs Aufwachsen jenseits der Meere und jene unverbrüchliche Liebe zur chinesischen Kultur, die sie ihr Leben lang nicht abgelegt hat.
- Wider das Vergessen: Die Vergewaltigung von Nanjing — der Bericht über die Greuel der japanischen Armee in jener Stadt, die Auffindung des Rabe-Tagebuchs und anderer maßgeblicher Quellen, und das Werk, das Iris Chang aus diesem Material schuf.
- Die unerschütterliche Verteidigerin — Iris Changs Lesungen, Vorträge und öffentlichen Auseinandersetzungen quer durch Nordamerika, alles im Dienste eines Gerechtigkeitsempfindens, das jedem Menschen gehört.
- Die Suche, die nicht abbrach — Das Geheimnis Tsien Hsue-shens und Die Chinesen in Amerika, und die kindliche Treue zur kulturellen Erinnerung Chinas, die durch beide Bücher hindurchklingt.
- Licht über der Welt — die Würdigung und das stille Andenken an Iris Changs kurzes, aber leuchtendes Leben, in der Heimat wie in der Fremde.
Die Halle wurde am 7. April 2017 feierlich eingeweiht. Die Stadtverwaltung von Huai’an hielt zu Ehren des Wirkens Iris Changs eine ernste Feierstunde. Die Halle steht am Ufer des Huai, und sie wird, in Ehrfurcht, betrachtet werden von den chinesischen Söhnen und Töchtern beider Welten und von all jenen Freunden in der Ferne, die kommen werden, um zu erfahren, was sie uns hinterlassen hat.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 8:30 bis 17:00 Uhr. Montags geschlossen.
Anschrift: Kreuzung Nanchang Nord-Straße und Mu’ai-Straße, Stadtteil Huaiyin, Huai’an (gegenüber der Aufsichtsbehörde für Lebensmittel und Arzneimittel von Huai’an).
Fernsprecher: +86 0517-84680328.